Arbeitlos

Die belgische Sozialversicherung garantiert Ihnen ein Mindesteinkommen, wenn Sie arbeitslos sind. An Jugendliche wird dies erst nach einer Berufseingliederungszeit von 310 Tagen ausbezahlt. Wenn sie nach diesem Zeitpunkt noch stets keine Arbeit haben, erhalten Sie eine Eingliederungsbeihilfe.

Sobald Sie genügend Arbeitslosigkeitsrechte aufgebaut haben, kommen Sie für ein Arbeitslosengeld vom Landesamt für Arbeitsbeschaffung (LAAB) in Frage. Dieses wird zuerkannt, wenn Sie ohne Ihr Zutun arbeitslos werden und für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Ihr Arbeitgeber kann Sie auch vorübergehend arbeitslos melden. Sie bekommen dann eine Beihilfe vom LAAB in Höhe von 70 % Ihres Lohns.

Auch wenn Sie im Ausland gearbeitet haben, haben Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld. Es ist ausreichend, dass Ihr Job der Sozialversicherung unterliegen würde, wenn er in Belgien ausgeübt werden würde und dass Sie nach Ihrer Arbeit im Ausland mindestens 1 Tag als Lohnempfänger in Belgien gearbeitet haben.

Abhängig von Ihrer Situation kommen Sie auch in den Genuss bestimmter Extras zusätzlich zum Arbeitslosengeld. Ist Ihre Arbeitslosigkeit beispielsweise die Folge einer Kollektiventlassung? Dann erhalten Sie extra Begleitung bei Ihrer Suche nach einem neuen Arbeitsplatz, wie z.B. Outplacement oder eine Beschäftigungszelle.

Für Arbeiter, Dienstboten und Arbeitnehmer mittels Dienstleistungsschecks sieht das LAAB eine Kündigungsentschädigung zusätzlich zum Arbeitslosengeld vor.

Ältere Arbeitnehmer, die gekündigt werden, kommen für das System der Arbeitslosigkeit mit Betriebszulage (Frühpension) in Frage. Ihr früherer Arbeitgeber bezahlt ihnen eine Zulage zusätzlich zu ihrem Arbeitslosengeld, um die Differenz zum früheren Lohn auszugleichen.

Wer langfristig arbeitslos bleibt, hat Anspruch auf eine Zulage zum gewöhnlichen Kindergeld, wenn das Familieneinkommen niedrig ist.

Der Staat sieht zudem eine Reihe von Beschäftigungsmaßnahmenvor, um verletzlichen Gruppen einen Arbeitsplatz zu beschaffen.