Internationale Instrumente

Es gibt zwei Arten von Instrumenten der sozialen Sicherheit: normative Instrumente und Koordinationsinstrumente. Sie werden als Vertrag, Vereinbarung, Verfügung oder Verordnung bezeichnet.

Die normativen Instrumente, die bei einer internationalen Organisation angeschlossen sind, legen Mindestnormen fest, die von den nationalen Sozialversicherungsregelungen eingehalten werden müssen. Diese Instrumente gelten für die Länder, die diese bestätigt haben. Sie werden pro internationaler Organisation eingeteilt.

Z.B. : Abkommen Nr. 102 über die soziale Sicherheit (1952) der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

Die Koordinationsinstrumente koordinieren die Anwendung der nationalen Sozialversicherungsgesetze der Länder, die die Verträge abschließen. Sie werden zwischen zwei Ländern (bilaterale Verträge) oder zwischen mehreren Ländern (multilaterale Verträge) abgeschlossen. Sie gehen von denselben Prinzipien aus.

  • Bilateraler Vertrag: Vertrag über die soziale Sicherheit zwischen dem Königreich Belgien und der Republik der Philippinen vom 7. Dezember 2001.
  • Multilateraler Vertrag: Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 29. April 2004 über die Koordination der Sozialversicherungssysteme.