Arbeitsunfall

Ein Arbeitsunfall hat nicht immer schwerwiegende Folgen. Wenn Sie im Unternehmen gepflegt werden können, keinen Arzt brauchen, keinen Lohnverlust erleiden und nicht arbeitsunfähig sind, betrifft es einen leichten Arbeitsunfall. Diesen Unfall müssen Sie der Versicherung nicht melden. Selbstverständlich ändert dies, wenn sich Ihr Gesundheitszustand wegen des Unfalls verschlimmert.

Führt das Unfall zur Arbeitsunfähigkeit? So entscheidet das Versicherungsunternehmen des Arbeitgebers welche Entschädigung Ihnen gewährt wird. Ihre Entschädigung wird aufgrund Ihrer Grundentlohnung und Ihres Arbeitsunfähigkeitsgrades berechnet. Die Arbeitsunfallversicherung Ihres Arbeitgebers übernimmt ebenfalls alle im Zusammenhang mit dem Arbeitsunfall stehenden Kosten für medizinische Pflege. Hat sich Ihr Arbeitsunfall vor 1988 ereignet, so übernimmt die Föderalagentur für Berufsrisiken (Fedris) die Kosten. Auch die im Zusammenhang mit dem Arbeitsunfall stehenden Fahrtkosten werden erstattet. Sind Sie wegen Ihrer Arbeitsunfähigkeit auf die Hilfe einer Drittperson angewiesen, so haben Sie Anspruch auf eine Zusatzentschädigung.

Verschlimmert sich Ihr Gesundheitszustand nach der Anerkennung Ihrer Arbeitsunfähigkeit? So melden Sie dies unverzüglich dem Versicherungsunternehmen Ihres Arbeitgebers, und belegen Sie Ihren Zustand anhand eines ärztlichen Attestes.

Erhalten Sie eine Pension, so wird die Entschädigung wegen bleibender Arbeitsunfähigkeit beschränkt. Die Entschädigungen sind dann auch vom Lohnsteuervorabzug befreit.

Führt der Arbeitsunfall zum Tod? Dann beanspruchen die nahen Verwandten des Opfers eine Entschädigung für die Bestattungskosten und die Kosten der Überführung des Verstorbenen. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Angehörigen auch eine Rente oder Sterbegeld beanspruchen. Je nach den Umständen wird diese Entschädigung lebenslänglich oder für eine gewisse Zeit ausgezahlt.