Anerkennungsverfahren

Im Falle von Berufskrankheit oder Arbeitsunfall müssen Sie ein Anerkennungsverfahren durchlaufen, um eine Entschädigung beanspruchen zu können.

Berufskrankheiten werden von der Föderalagentur für Berufsrisiken (Fedris) anerkannt und entschädigt. Nachdem Sie das richtige Formular ausgefüllt haben, müssen Sie sich einer ärztlichen Untersuchung unterziehen. Ein Ingenieur entscheidet, ob es sich um ein Berufsrisiko handelt oder nicht. Anschließend teilt Fedris Ihnen anhand einer begründeten Entscheidung mit, ob Sie eine Entschädigung beanspruchen.

Dieses Verfahren gilt ebenfalls für Asbestkrankheiten, die durch eine Berufstätigkeit verursacht werden. Für bestimmte Asbestkrankheiten (Asbestose, diffuse pleurale Verdickungen und Mesotheliom) können Sie beim Asbestfonds eine Entschädigung beantragen, unabhängig davon, ob die Krankheit durch eine Berufstätigkeit verursacht wird oder nicht.

Haben Sie einen Unfall erlitten, so entscheidet das Versicherungsunternehmen Ihres Arbeitgebers, ob der Unfall wohl oder nicht als Arbeitsunfall betrachtet wird. Falls Zweifel über Ihren Unfall besteht, kann es um genauere Auskünfte ersuchen. Sie können Fedris auch darum bitten, zu überprüfen, ob Ihre Akte gemäß dem Arbeitsunfallgesetz behandelt wird. Für Beschwerden oder Probleme können Sie sich also an Fedris wenden.