Arbeiten als Grenzgänger

Wann bin ich Grenzgänger?

Für die soziale Sicherheit sind Sie ein Grenzgänger, wenn:

  • Sie in einem anderen Land des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) oder in der Schweiz arbeiten, und
  • täglich oder zumindest einmal pro Woche an Ihren gewöhnlichen Wohnort in Belgien heimkehren.

Sie wandern also nicht in Ihr Beschäftigungsland aus, aber unterhalten Beziehungen mit Belgien als Ihrem Wohnstaat.

Achtung: die verschiedenen bilateralen Abkommen über Doppelbesteuerung wenden eine andere Definition vom Begriff ‚grenzüberschreitende Beschäftigung‘ an. Wohnen und arbeiten in einem Grenzgebiet wird immer anders abgegrenzt.

Spezifische Vorschriften

Für Ihren sozialen Schutz sind im Groβen und Ganzen dieselben Regeln wie für einen Gastarbeiter anwendbar. Sie sind im Beschäftigungsland versichert.

Um in Belgien dieselben Ansprüche auf Rückerstattung der Gesundheitspflege zu Lasten Ihres Beschäftigungslandes zu haben, müssen Sie sich auch in Belgien versichern lassen. Sie selbst und Ihre eventuellen Familienmitglieder zu Lasten haben auf dieselbe Weise Anspruch auf Gesundheitspflege im Beschäftigungsland oder in Belgien.

Werden Sie als Grenzgänger völlig arbeitslos, dann müssen Sie sich als Arbeitsloser beim zuständigen regionalen Amt für Arbeitsbeschaffung in Belgien eintragen lassen, und haben Sie Anspruch auf belgisches Arbeitslosengeld. Zugleich dürfen Sie sich auch zur Verfügung der Arbeitsvermittlungsstelle Ihres früheren Beschäftigungslandes stellen.

Sie erwerben Pensionsansprüche in Ihrem Beschäftigungsland, während Sie aufgrund der belgischen Gesetzgebung eine Pension beanspruchen, als würde die Tätigkeit in Belgien ausgeübt. Auf diese Weise haben Sie möglicherweise Anspruch auf einen belgischen Erhöhungsbetrag zur ausländischen Pension.