In Belgien beschäftigt, ins Ausland entsendet

Entsendung in einen Mitgliedstaat des EWR oder die Schweiz

Wenn sie in Belgien eine Berufsaktivität ausüben auf Konto eines Arbeitnehmers, der in Belgien wesentliche Tätigkeiten ausübt, können sie als entsandter Arbeitnehmer ins Ausland geschickt werden, um vorübergehend Arbeit auf sein Konto auszuüben.

Das belgische Sozialversicherungssystem ist nach wie vor anwendbar, aber unter zwei Bedingungen:

  • die Tätigkeiten in diesem anderen Mitgliedstaat dauern nicht länger als 24 Monate; und
  • Sie werden nicht entsandt, um eine andere entsandte Person abzulösen.

Für die Dauer der Entsendung soll das Beschäftigungsverhältnis zwischen Ihnen und Ihren Arbeitgeber aufrecht bleiben.

Aufenthalt, Arbeit und Sozialversicherung in einem Mitliedstaat des EWR oder in der Schweiz

Sie und Ihr Arbeitgeber müssen selbst untersuchen, welche rechtliche Verpflichtungen in Bezug auf Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse anwendbar sind im Land, in das Sie entsendet werden.

In Bezug die Sozialversicherung bescheinigt das A1-Formular, dass die belgische Sozialversicherungsgesetzgebung für die Dauer der im Formular genannten Frist Anwendung findet. Dieses Formular bescheinigt ebenfalls, dass die Sozialversicherungsbeiträge in Belgien eingezahlt werden. Es wird auf Anfrage vom Dienst Internationale Beziehungen des LASS ausgereicht.

Entsendung in ein anderes Land als die EWR-Mitgliedstaaten und die Schweiz

Prüfen Sie bitte, ob Belgien mit diesem Staat ein bilaterales Abkommen über soziale Sicherheit geschlossen hat.

Je nach den Bestimmungen dieses Abkommens dürfen Sie dem System der belgischen Sozialversicherung unterstellt bleiben. Der Inhalt der sozialen Rechte, die Art und Weise, in der Sie im Ausland Leistungen empfangen, sowie die maximal erlaubte Entsendezeit wird in jedem Abkommen unterschiedlich bestimmt.

Liegt ein solches Abkommen nicht vor, so befinden Sie sich in der herkömmlichen Lage einer Auslandsbeschäftigung und gilt im Prinzip die Gesetzgebung des Landes, in dem Sie arbeiten.

Im Fall einer Entsendung in ein Land, mit dem kein Sozialversicherungsabkommen geschlossen wurde, bleibt das belgische System nach wie vor anwendbar, wenn die vorgesehene Entsendungsdauer nicht länger als sechs Monate beträgt und wenn der Arbeitnehmer nicht  beim AÜSS versichert sind. Unter gewissen Bedingungen ist eine sechsmonatige Verlängerung möglich. Ist im Voraus bekannt, dass die Beschäftigungszeit mehr als sechs Monate betragen wird, so dürfen die entsendeten Personen dem belgischen Sozialversicherungssystem nicht unterstellt bleiben.

Aufenthalt, Arbeit und Sozialversicherung in einem anderen Land als die EWR-Mitgliedstaaten und die Schweiz

Sie und Ihr Arbeitgeber müssen selbst untersuchen, welche rechtliche Verpflichtungen in Bezug auf Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse anwendbar sind im Land, in das Sie entsendet werden.

In Bezug auf Ihre Unterstellung und soziale Rechte im Sozialversicherungsbereich ist es an Ihnen und an Ihrem Arbeitgeber, zu überprüfen, ob die Gesetzgebung des Landes, in das sie entsendet werden, Ihnen bestimmte Formalitäten auferlegen.

Besteht zwischen Belgien und dem Staat, in den Sie entsendet werden, ein bilaterales Abkommen, so kann ein “certificate of coverage” angefertigt werden, dass Bescheinigt, dass der Arbeitnehmer weiterhin dem belgischen System unterliegt.