Definitive Einstellung der Arbeit bei einer Berufskrankheit

Vorschlag von Fedris zur Einstellung der Arbeit

Wenn Sie:

  • eine Berufskrankheit haben, 
  • die ersten Symptome davon aufweisen, oder
  • einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, eine Berufskrankheit zu bekommen,

kann die Föderalagentur für Berufsrisiken (Fedris) Ihnen dann vorschlagen, die Arbeit, die zu dieser Situation geführt hat, nie wieder auszuführen. Das nennen wir die "definitive Einstellung einer gesundheitsschädlichen Berufstätigkeit".

Ich bin mit dem Vorschlag einverstanden

Wenn Sie mit dem Vorschlag von Fedris zur Einstellung der schädlichen Arbeit einverstanden sind, bekommen Sie von Fedris eine Erklärung, auf der die Risiken, denen Sie nie wieder ausgesetzt werden dürfen, angegeben sind (z.B. Lärm).

Ihr Arbeitgeber wird von Ihnen nie mehr verlangen dürfen, dass Sie eine solche Arbeit ausführen; Sie selber werden nie wieder eine Arbeit, die Sie diesem Risiko aussetzt, annehmen dürfen. Falls Sie sich für eine neue Arbeitsstelle (oder eine Arbeitsstellenänderung) ärztlich untersuchen lassen müssen, müssen Sie dem Gefahrenverhütungsberater-Arbeitsarzt die Erklärung von Fedris zeigen.
Sie haben Recht auf zwei Entschädigungen:

  • eine Pauschalentschädigung, die der Entschädigung für vollständige und bleibende Arbeitsunfähigkeit entspricht, während 90 Tagen, und 
  • eventuell eine "definitive Entfernungsrente", weil Ihre Chancen, eine neue Arbeit zu finden, geringer sein können. Wenn Sie bleibend arbeitsunfähig sind, wird diese Rente konkret Ihrem Grad bleibender Arbeitsunfähigkeit hinzugefügt.

Schließlich können Sie in manchen Fällen an einer kostenlosen Umschulung teilnehmen. Während der Umschulung haben Sie Recht auf eine Entschädigung für vollständige und bleibende Arbeitsunfähigkeit.

Ich bin mit dem Vorschlag nicht einverstanden

Sie dürfen den Vorschlag von Fedris ablehnen und Ihren Beruf weiterhin ausüben. In diesem Fall müssen Sie wissen, dass, sollte Ihre Berufskrankheit wieder auftreten oder sich verschlimmern und dies der weiteren Ausübung Ihres Berufs zuzuschreiben ist, Sie kein Recht auf eine Entschädigung für Berufskrankheit von Fedris mehr haben.