Berufslaufbahn

Welche Perioden gehören zur Berufslaufbahn?

Die Berufslaufbahn setzt sich zusammen aus:

  • den Perioden, in denen Sie als Arbeitnehmer gearbeitet haben;
  • den Perioden der Gleichsetzung einer Beschäftigung. Die Gleichsetzung umfasst bestimmte Perioden wie Urlaub, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Streik, Wehrpflicht, Laufbahnunterbrechung usw.

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Der Laufbahnbruch

Eine vollständige Laufbahn dauert 45 Jahre. Der Laufbahnbruch wird in 45stel ausgedrückt.

Bei einer vollständigen Laufbahn erhalten Sie nur einen Bruchteil einer Pension für eine vollständige Laufbahn. Dieser Bruchteil ist der Laufbahnbruch:

  • Im Nenner steht die Anzahl der Jahre, die für eine vollständige Laufbahn notwendig ist.
  • Im Zähler steht die Anzahl der Jahre Ihrer Laufbahn als Arbeitnehmer.

Eine vollständige Laufbahn wird nach 45 Jahren effektiver Beschäftigung und/oder einem(einer) Arbeitnehmer(in) gleichgesetzten Perioden erreicht. Für jedes dieser Jahre wird 1/45 berücksichtigt.

Wenn Sie im Rahmen einer Sonderregelung für Bergarbeiter, Seeleute, Berufsjournalisten oder Mitglieder des Luftpersonals der Zivilluftfahrt gearbeitet haben, konsultieren Sie bitte die Website des LPA.

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Gleichsetzungsperioden

Im Folgenden finden Sie die häufigsten Perioden, die Beschäftigungsperioden gleichgesetzt werden.

Perioden mit Entschädigungsanspruch

Die folgenden fünf Perioden gelten nur dann als gleichgesetzte Perioden, wenn Sie die gesetzlich vorgesehenen Entschädigungen erhalten haben.

  • Unfreiwillige Arbeitslosigkeit und Berufsausbildung
  • Beschäftigung als Arbeitsloser durch die Provinzen, Gemeinden und öffentlichen Einrichtungen
  • Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit oder Invalidität und Mutterschutzperioden
  • Laufbahnunterbrechung
    Laufbahnunterbrechung gilt nur dann als gleichgesetzte Periode, wenn:
    • Sie eine Unterbrechungszulage erhalten;
    • Sie zum Zeitpunkt der Laufbahnunterbrechung an einen Arbeitsvertrag gebunden sind, dessen Ausführung unterbrochen bzw. beendet wurde;
    • die Unterbrechungsperiode für die Pensionsgewährung in einer anderen Pensionsregelung nicht in Betracht kommt.

Die Gleichsetzung ist kostenlos und gilt für die vollständige Periode bei:

      • einer Teilunterbrechung für einen "Vollzeitarbeitnehmer" ab einem Alter von 50 Jahren;
      • einer Unterbrechung zur Palliativbehandlung, Behandlung einer schweren Krankheit oder bei einem Elternurlaub.

In den anderen Fällen kommt nur ein Teil der Periode für die Gleichsetzung in Betracht und die Gleichsetzung ist nur für einen Teil der Periode kostenlos.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website des LPA.

      • Zeitkredit oder Laufbahnverkürzung

        Der Zeitkredit kann sich beziehen auf:

          • eine vollständige Aussetzung der Arbeitsleistungen;
          • eine Ermäßigung der Arbeitsleistungen auf eine Halbzeitbeschäftigung.

        Der Anspruch auf Laufbahnverkürzung bezieht sich auf eine Verringerung der Arbeitsleistungen um 1/5.

        Die Gleichsetzung ist unbegrenzt bei einer Verringerung (auf eine Halbzeitstelle oder eine 1/5-Stelle) ab einem Alter von 50 Jahren.

        In den anderen Fällen eines Zeitkredits und einer Laufbahnverkürzung ist die Gleichsetzung beschränkt:

          • Eine Gleichsetzung kann für die ersten 12 Monate des Zeitkredits gewährt werden. Wenn die Dauer des Anspruchs auf einen Zeitkredit durch ein kollektives Arbeitsabkommen festgelegt wurde, kann der Zeitkredit auf maximal 36 Monate verlängert werden.
          • Eine Gleichsetzung kann für die ersten 60 Monate der Laufbahnverkürzung um 1/5 gewährt werden.

        Die Anzahl der gleichgesetzten Tage wird stets begrenzt je nach Dauer der Verkürzung.

      Perioden, für die sich Ihr Arbeitnehmer bereits in einer gleichgesetzten Periode befinden musste

      Folgende Perioden gelten nur dann als gleichgesetzte Perioden, wenn Sie bei Beginn der Periode Arbeitnehmer waren oder wenn Sie sich in einer gleichgesetzten Periode befanden.

      • Perioden, in denen Ihnen eine gesetzliche Entschädigung wegen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit zusteht und in denen Sie mindestens 66 % arbeitsunfähig waren.
      • Perioden der Inaktivität für:
        • eine körperlich behinderte oder invalide Person oder eine leicht behinderte Person, die mindestens 66 % arbeitsunfähig war;
        • eine behinderte Person, deren Verdienstfähigkeit gegenüber einer nicht behinderten Person auf ein Drittel oder weniger reduziert wurden;
      • Urlaubsperioden gemäß der Beschreibung im Gesetz über den Jahresurlaub für Lohnarbeiter;
      • Von Gewerkschaftsorganisationen anerkannte Streikperioden und Perioden der Arbeitsunterbrechung wegen Aussperrung (Lockout).
      • Perioden der Eingliederung in die belgische Armee und anerkannte Perioden der Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen unter der Bedingung, dass für diese Perioden in einer anderen Pensionsregelung keine Pension gewährt wird. Diese Gleichsetzung kann auch verliehen werden, wenn Sie im Laufe der drei Jahre nach dem Ende dieser Perioden und mindestens ein Jahr regelmäßig und hauptberuflich beschäftigt waren.
      • Perioden der Weiterversicherung, die in der Gesetzgebung über die Kranken- und Invalidenversicherung vorgesehen sind und die durch eine Bescheinigung nachgewiesen werden können. Dies gilt unter anderem für:
        • einen arbeitslosen Arbeitnehmer, dessen Arbeitslosengeld abgelehnt wurde, weil er die erforderlichen Arbeitsleistungen nicht erbracht hatte oder weil sein Lohn zu niedrig war;
        • einen Arbeitnehmer, dessen Arbeitsvertrag nach Einigung zwischen den Parteien ausgesetzt wurde;
        • eine Arbeitnehmerin, die ihr Kind stillt.

      Andere Perioden

      Folgende Perioden können ebenfalls als gleichgesetzt betrachtet werden.

      • Arbeitsbeschränkung wegen Umverteilung der Arbeit

        Vielleicht hat es aufgrund von Maßnahmen zur Umverteilung der Arbeit Perioden in einem Kalenderjahr gegeben, in denen Sie nicht gearbeitet haben. Für diese Perioden können höchstens 624 Tage gleichgesetzt werden. Die Anzahl der Tage wird im Verhältnis zur Dauer der Verringerung der Arbeitsleistungen über mehrere Kalenderjahre verteilt.

      • Teilzeitarbeitnehmer mit Aufrechterhaltung der Rechte

        Manche Arbeitnehmer entscheiden sich – ob gezwungenermaßen oder nicht – für eine Teilzeitstelle und wechseln von einer Situation der Arbeitslosigkeit oder einer Vollzeitbeschäftigung. Für sie gibt es das Statut der Tei lzeitarbeitnehmer mit Aufrechterhaltung der Rechte. Durch dieses Statut behalten sie das Anrecht auf umfassende Leistungen der sozialen Sicherheit, wenn sie (erneut) arbeitslos werden.

        Weitere Informationen über dieses Statut finden Sie auf der Website des LPA.

      Komprimierung einer Teilzeitbeschäftigung zu einer Vollzeitbeschäftigung

      Weitere Informationen über die Komprimierung

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      Beschäftigungsnachweis und Gleichsetzung als Arbeitnehmer

      Sie müssen den Nachweis für Ihre Beschäftigung und Gleichsetzung als Arbeitnehmer erbringen. Wie Sie das tun, hängt von der Periode ab, für die Sie den Nachweis erbringen wollen:

      • Für jedes Kalenderjahr vor 1946 müssen Sie nachweisen können, dass die Beschäftigung Anlass zur Zahlung von Pflichtbeiträgen gegeben hat. Es wird davon ausgegangen, dass die erforderlichen Zahlungen für die Perioden geleistet wurden, für die Sie die vorgesehenen Gleichsetzungen erhalten können.
      • Für die Periode nach dem 31.12.1945 müssen Sie nachweisen können, dass die Pensionszahlungen einbehalten wurden oder dass Sie die vorgesehenen Gleichsetzungen erhalten können.

        Die auf Ihrem individuellen Pensionskonto vorkommenden Daten gelten als Nachweis. Ist dieser Nachweis unvollständig, müssen Sie ergänzende Belege einreichen, wie zum Beispiel nicht eingesandte Einzahlungsformulare mit Stempeln für die Jahre vor 1955, Lohnabrechnungen usw.

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      Nicht anrechnungsfähige Jahre

      Nicht berücksichtigt werden das Jahr, in dem Ihre Pension beginnt und die Jahre, in denen Sie eine Ruhestandspension als Arbeitnehmer erhalten haben.

      Jahre vor 1955 werden nur dann berücksichtigt, wenn die Voraussetzung der normalen und hauptberuflichen Beschäftigung erfüllt wird. Das bedeutet, dass Sie als Arbeitnehmer 185 Tage zu je mindestens 4 Stunden oder 1480 Stunden pro Kalenderjahr gearbeitet haben müssen.

      Wenn mehr Jahre nachgewiesen wurden, als für die vollständige Laufbahn notwendig ist, werden die am wenigsten vorteilhaften Jahre, die über eine vollständige Laufbahn hinausgehen, nicht berücksichtigt.

      Bei gemischten Laufbahnen werden schließlich die am wenigsten vorteilhaften Jahre, die die Einheit der Laufbahn überschreiten, nicht berücksichtigt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter der Rubrik " Gemischte Laufbahn".

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      Einen umfassenden Laufbahnauszug anfordern

      Mit einem umfassenden Laufbahnauszug können Sie:

      • Ihr Dienstalter als Arbeitnehmer feststellen;
      • eine Vorstellung von der Anzahl der Jahre und der Lohnbeträge erhalten, die für die Berechnung Ihrer gesetzlichen Pension als Arbeitnehmer in Betracht kommen.

      Die Laufbahndaten der Arbeitnehmer werden vom LPA (Dienst Laufbahnverwaltung) auf einem individuellen Konto erfasst.
      Auf einfachen Antrag können Sie beim LPA einen Laufbahnauszug erhalten:

      Dienst Laufbahnverwaltung
      Pensionstelefon (gebührenfreie Telefonnummer) 1765, drüclen Sie anschließend 3 - 1 - 2609

      Oder senden Sie uns eine E-Mail über unser Kontaktformular

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