Pilotprojekt Flexi-Jobs
Ab dem 1. Januar 2024 ist die Entlohnung von nicht pensionierten Flexi-Jobbern bis zu einem Höchstbetrag von 12.000,00 EUR pro Jahr steuerfrei (für 2025 auf 18.000 EUR pro Jahr erhöht?). Der Flexi-Jobber kann über mycareer.be einen Zähler seines Flexi-Job-Einkommens einsehen, um zu überprüfen, ob er den Grenzbetrag überschreitet.
Dieser Zähler wird im Jahr 2024 auf DmfA-Daten beruhen. Die vierteljährliche DmfA wird nach dem Ende des betreffenden Quartals eingereicht und liegt somit relativ weit zurück. Ein im Januar gezahlter Flexi-Lohn wird erst im April in der DmfA gemeldet.
Um den Zähler schneller an die Realität anzupassen, wird der Zähler ab dem 1. Januar 2025 durch eine obligatorische digitale Übertragung von Flexi-Daten geführt. Diese Flexi- Datenübertragung enthält (begrenzte) Informationen über die Lohnberechnungen der Flexi-Jobber.
Diese neue Datenübertragung ist ein Pilotprojekt des größeren Projekts „Loondata-transfer - transfert de données salariales - Übertragung von Lohn- und Gehaltsabrechnungsdaten“ (LTDS). Das Pilotprojekt ist vorerst der einzige Gegenstand dieser Art von Meldung.
Für die Flexi-Jobber muss weiterhin eine Dimona und DmfA eingereicht werden. Die weitere Entwicklung der DmfA wird im Rahmen der weiteren Ausarbeitung des Projekts „Loondata-Transfer – transfert de données salariales - Lohn- und Gehaltsdatenübertragung (LTDS)“ untersucht werden.
Praktische Modalitäten
„Flexi at work“ betrifft die Lohnabrechnungen der pensionierten und nicht pensionierten Flexi-Jobber für das Jahr 2025 sowie eventuelle Lohnabrechnungen mit Berichtigungen aus früheren Jahren, die zum Steuerjahr 2025 gehören.
Die Datenübermittlung erfolgt grundsätzlich spätestens 5 Tage nach der Lohn- und Gehaltsabrechnung. Wenn im Laufe eines Kalendermonats mehrere Lohnabrechnungen durchgeführt werden, können diese in einer monatlichen Sendung zusammengefasst werden. Die Übertragung der Flexilöhne muss dann spätestens 5 Tage nach der letzten Lohnabrechnung für den betreffenden Kalendermonat erfolgen.
- So wird beispielsweise für einen Leiharbeitnehmer jede Woche eine Lohnabrechnung erstellt. Im Januar geschieht dies am 7.1., 14.1., 21.1. und 28.1. Die vier Lohnabrechnungen für den Monat Januar müssen spätestens fünf Kalendertage später (am 2.2.) gesendet werden.
Daten können gesendet werden über
- einen Batchkanal oder
- eine Webanwendung auf der Portalseite der Sozialen Sicherheit.
Der Batchkanal ist für große Absender wie Sozialsekretariate, Dienstleistungsunternehmen und große Arbeitgeber gedacht. Die Webanwendung ist für die Nutzung durch kleine Arbeitgeber gedacht.
Es gibt drei Arten der Datenübertragung:
- eine ursprüngliche Datenübertragung, bei der die Daten einer Lohn- und Gehaltsabrechnung zum ersten Mal an das LSS übermittelt werden;
- eine modifizierende Datenübertragung, mit der Daten einer zuvor übermittelten Datenübertragung geändert werden;
- eine annullierende Datenübertragung, mit der Daten einer zuvor übermittelten Datenübertragung gelöscht werden;
Änderungen erfolgen nach dem Prinzip „Löschen und Ersetzen“. Wenn sich eine Situation ändert, sollte die gesamte neue Situation (einschließlich aller unveränderten Elemente) übertragen werden und nicht nur der Unterschied zwischen der alten und der neuen Situation.
Der Arbeitgeber kann einen Bevollmächtigten mit der Einreichung der Flexi-Datenübertragung beauftragen. In Mahis wird ein neuer Cluster „Flexi at work” eingerichtet. Ein Arbeitgeber kann mehrere Bevollmächtigte für den Cluster „Flexi at work” benennen. Der DmfA-Bevollmächtigte hat automatisch das „Flexi at Work”-Mandat.
Konzepte und Struktur der Datenübertragung
Die Flexi-Datenübertragung besteht aus einer Reihe von Datenblöcken mit mehreren Zonen pro Block. Im Rahmen des Projekts „Loondata-transfer – transfert de données salariales - Lohn- und Gehaltsdatenübertragung“ (LTDS) werden bei der weiteren Ausgestaltung der „zentralen Datenschicht“ die Blöcke zusätzliche Daten enthalten und es werden weitere Blöcke hinzugefügt.
Der „Schuldner“
Sowohl Arbeitgeber als auch Drittzahler sind „Schuldner“.
Ein Arbeitgeber wird immer durch seine „Unternehmensnummer“ (ZDU-Nummer) oder seine LSS-Nummer identifiziert. Arbeitgeber mit einer vorläufigen LSS-Nummer können jedoch keine Flexi-Datenübertragung durchführen. Sobald sie endgültig im LSS-Arbeitgeberverzeichnis eingetragen und dem LSS somit endgültig als Arbeitgeber bekannt sind, sollten sie alle Lohnabrechnungen, die in der Zeit vor der endgültigen Eintragung erstellt wurden, über ihre Unternehmensnummer melden.
Ein Drittzahler, z. B. ein Fonds für die Existenzsicherheit, wird immer durch seine „LSS-Nummer“ identifiziert. Für einen Drittzahler darf keine Unternehmensnummer angegeben werden (diese ist der Meldung des eigenen Personals des Drittzahlers vorbehalten). In der Pilotphase wird die Zahl der Drittzahler sehr begrenzt sein.
Der „Begünstigte“
Dieser Datenblock enthält die „Erkennungsnummer der sozialen Sicherheit“ (ENSS) des Flexi-Jobbers. Bei dieser ENSS handelt es sich entweder um eine Nationalregisternummer oder um eine Bis-Nummer für nicht im Nationalregister eingetragene Personen.
Die „Beziehung“
Dieser Datenblock enthält den „Beziehungstyp“, auf den sich die Daten beziehen.
In der Pilotphase enthält dieses Feld immer den Wert „1“ (Arbeitsvertrag). Bei der weiteren Realisierung der „zentralen Datenschicht“ werden andere Arten von Beziehungen in diesem Feld mit einem anderen Wert gekennzeichnet.
Dieser Block ermöglicht es dem Absender, die Daten so aufzuteilen, dass sie seinem eigenen Betrieb entsprechen.
- Ein Arbeitnehmer hat zum Beispiel zwei Rahmenverträge mit demselben Arbeitgeber. Für jeden Rahmenvertrag kann ein separates Feld „Beziehung“ (und untergeordnete Blöcke) erstellt werden.
Die „Berechnung“
Dieser Datenblock enthält die folgenden Daten:
- das „Datum des Beginns des Berechnungszeitraums“
- das „Datum des Endes des Berechnungszeitraums“
- das „Datum der Berechnung“
Diese Daten beziehen sich auf eine Lohnabrechnung. Jeder Block „Abrechnung“ entspricht einer Lohn- und Gehaltsabrechnung.
Die Felder „ Datum des Beginns des Berechnungszeitraums“ und „Datum des Endes des Berechnungszeitraums“ grenzen den Zeitraum ab, auf den sich die Lohnabrechnung bezieht.
Das Feld „Datum der Berechnung“ ist das Datum, an dem die betreffenden Daten berechnet wurden. In der Praxis entspricht dies dem Datum, an dem die Lohnabrechnung erstellt wurde.
Die „Merkmale“
Dieser Datenblock enthält die folgenden Daten:
- das „Datum des Beginns des Gültigkeitszeitraums“
- das „Datum des Endes des Gültigkeitszeitraums“
- die „Arbeitgeberkategorie“
- die „Arbeitnehmerkennzahl“
Die Felder „Datum des Beginns des Gültigkeitszeitraums“ und „Datum des Endes des Gültigkeitszeitraums“ grenzen den Zeitraum ab, auf den sich die Arbeitgeberkategorie und die Arbeitnehmerkennzahl beziehen. Dieser Zeitraum liegt immer innerhalb des Zeitraums, der durch die Felder „Datum des Beginns des Berechnungszeitraums“ und „Datum des Endes des Berechnungszeitraums“ im Block „Berechnung“ begrenzt wird:
- das „Datum des Beginns des
Berechnungszeitraums“
– das „Datum des Beginns des Gültigkeitszeitraums“ '
> die „Arbeitgeberkategorie“
> die „Arbeitnehmerkennzahl“
– das „Datum des Endes des Gültigkeitszeitraums“. - das „Datum des Endes des Berechnungszeitraums“
Die Arbeitgeberkategorie und die Arbeitnehmerkennzahl sind Begriffe, die aus der bestehenden, vierteljährlichen DmfA-Meldung bekannt sind.
- Mit der durch das LSS zugeordneten Arbeitgeberkategorie kann zwischen den Arbeitgebern je nach ihren Verpflichtungen in Abhängigkeit der besonderen Merkmale unterschieden werden, die für die ausgeübte Tätigkeit typisch sind.
- Die Arbeitnehmerkennzahl ist ein Hinweis auf die Art
des Arbeitnehmers.
- In der Pilotphase sind nur zwei Codes zulässig: 050 für Flexi-Arbeiter und 450 für Flexi-Angestellte.
Das „Finanzelement“
Dieser Datenblock enthält die folgenden Daten:
- „Art Finanzelement“
- „Code Finanzelement“
- „Betrag“
- „Frequenz in Monaten der Zahlung der Prämie“
Das Feld „Art Finanzelement“ identifiziert den Typ des übermittelten Elements.
- In dieser ersten Phase wird nur die Entlohnung übermittelt, und es kann nur der Wert „1“ (Entlohnung) angegeben werden.
- In einer späteren Projektphase werden andere Finanzelemente, wie z. B. Abzüge, mit einem anderen Wert in diesem Feld ausgewiesen.
Das Feld „ Code Finanzelement“ bezeichnet die Entlohnung.
- In dieser ersten Phase können nur zwei Werte übermittelt
werden:
-
0001001000 für den Flexi-Lohn
- bei Flexi-Jobbern entspricht der Code 0001001000 dem DmfA-Entlohnungscode 22 (Flexi-Lohn)
-
0002001000 für die Prämien
- bei Flexi-Jobbern entspricht der Code 0002001000 dem DmfA-Entlohnungscode 23 (Prämie für Flexi-Jobber)
-
0001001000 für den Flexi-Lohn
- Es wird ein neuer strukturierter Anhang mit diesen Codes erstellt.
Das Feld „Betrag“ enthält den Betrag des Finanzelements. Bei der Entlohnung handelt es sich immer um Bruttobeträge.
- Wenn ein Arbeitnehmer mehrere Zulagen erhält, die unter denselben „Code Finanzelement“ fallen, werden die Beträge addiert (siehe jedoch die Ausnahme für eine unterschiedliche Frequenz der Prämien weiter unten).
Das Feld „Frequenz in Monaten der Zahlung der Prämie“
- In der Pilotphase sollte dies nur für die unter dem Code
0002001000 angegebene Entlohnung übermittelt werden. Diese
Entlohnungen müssen deshalb eventuell aufgeschlüsselt werden,
wenn sie eine andere Zahlungsfrequenz haben. Die Frequenz wird
mit einer Ziffer ausgedrückt, die die monatliche
Zahlungsfrequenz wiedergibt.
- Eine Prämie wird jeden Monat gezahlt = „1“
- Eine Prämie wird halbjährlich gezahlt = „6“
- Eine Prämie wird jährlich gezahlt = „12“
- Wenn es sich um Einmalprämien oder um Prämien handelt, die mit einer unregelmäßigen Frequenz bezahlt werden, geben Sie „0“ an.
- Alle Zahlungsfrequenzen, die kleiner als ein Monat sind, werden durch den Wert „1“ gekennzeichnet.
-
Es handelt sich hier um die tatsächliche Auszahlung des Vorteils. So muss eine Jahresendprämie, die in zwölf Monatsraten ausgezahlt wird, mit Zahlungsfrequenz „1“ angegeben werden; wenn das Geld aber einmalig am Ende des Jahres ausgezahlt wird, entspricht die Zahlungsfrequenz „12“.
Batch-Übertragung
Bei der Datenübertragung im Batch-Verfahren werden zwei weitere Datenblöcke hinzugefügt:
- das „Formular“ mit fünf Datenfeldern zur Charakterisierung des Formulars;
- die „Referenz“ mit drei Datenfeldern, um die erforderlichen Referenzen zu liefern.
Weitere Informationen sind in Techlib enthalten.
Haben Sie noch Fragen?
Haben Sie Fragen zum Inhalt von Flexi at
work?
Nehmen Sie Kontakt mit dem LSS auf:
- per Telefon unter der Nummer +32 (0)2 509 59 59 (Drücken Sie die 2)
- per E-Mail an flexiplus@onssrszlss.fgov.be
Haben Sie Fragen über Ihren Zugang zu und die
Verwendung von Flexi at work?
Wenden Sie sich an das Kontaktzentrum.
02 511 51 51
Beispiele
Beispiel für wiederkehrende Wochenendarbeit mit wöchentlichen Lohn- und Gehaltsabrechnungen
Ein Flexi-Jobber arbeitet im Januar 2025 jeden Samstag für einen Arbeitgeber. Er erhält einen Lohn von 100,00 EUR pro Woche. Jeden Montag wird eine Lohnabrechnung für die vorangegangene Woche erstellt. Am Ende des Monats erhält er eine gelegentliche Prämie von 20,00 EUR.
Datenübertragung 1 von 4
-
SCHULDNER
Unternehmensnummer = XXXXXXXXXX-
BEGÜNSTIGTER
ENSS = XXXXXXXXXXX-
BEZIEHUNG
Beziehungstyp = 1-
BERECHNUNG (1 von 4)
Datum des Beginns des Berechnungszeitraums = 04.01.2025
Datum des Endes des Berechnungszeitraums = 04.01.2025
Datum der Berechnung = 06.01.2025-
MERKMALE
Datum des Beginns des Gültigkeitszeitraums = 04.01.2025
Datum des Endes des Gültigkeitszeitraums = 04.01.2025
Arbeitgeberkategorie = 017
Arbeitnehmerkennzahl = 050-
FINANZELEMENT
Art Finanzelement = 1
Code Finanzelement = 0001001000
Betrag = 100
-
FINANZELEMENT
-
MERKMALE
-
BERECHNUNG (1 von 4)
-
BEZIEHUNG
-
BEGÜNSTIGTER
Datenübertragung 2 von 4
-
SCHULDNER
Unternehmensnummer = XXXXXXXXXX-
BEGÜNSTIGTER
ENSS = XXXXXXXXXXX-
BEZIEHUNG
Beziehungstyp = 1-
BERECHNUNG (2 von 4)
Datum des Beginns des Berechnungszeitraums = 11.01.2025
Datum des Endes des Berechnungszeitraums = 11.01.2025
Datum der Berechnung = 13.01.2025-
MERKMALE
Datum des Beginns des Gültigkeitszeitraums = 11.01.2025
Datum des Endes des Gültigkeitszeitraums = 11.01.2025
Arbeitgeberkategorie = 017
Arbeitnehmerkennzahl = 050-
FINANZELEMENT
Art Finanzelement = 1
Code Finanzelement = 0001001000
Betrag = 100
-
FINANZELEMENT
-
MERKMALE
-
BERECHNUNG (2 von 4)
-
BEZIEHUNG
-
BEGÜNSTIGTER
Datenübertragung 3 von 4
-
SCHULDNER
Unternehmensnummer = XXXXXXXXXX-
BEGÜNSTIGTER
ENSS = XXXXXXXXXXX-
BEZIEHUNG
Beziehungstyp = 1-
BERECHNUNG (3 von 4)
Datum des Beginns des Berechnungszeitraums = 18.01.2025
Datum des Endes des Berechnungszeitraums = 18.01.2025
Datum der Berechnung = 20.01.2025-
MERKMALE
Datum des Beginns des Gültigkeitszeitraums = 18.01.2025
Datum des Endes des Gültigkeitszeitraums = 18.01.2025
Arbeitgeberkategorie = 017
Arbeitnehmerkennzahl = 050-
FINANZELEMENT
Art Finanzelement = 1
Code Finanzelement = 0001001000
Betrag = 100
-
FINANZELEMENT
-
MERKMALE
-
BERECHNUNG (3 von 4)
-
BEZIEHUNG
-
BEGÜNSTIGTER
Datenübertragung 4 von 4
-
SCHULDNER
Unternehmensnummer = XXXXXXXXXX-
BEGÜNSTIGTER
ENSS = XXXXXXXXXXX-
BEZIEHUNG
Beziehungstyp = 1-
BERECHNUNG
Datum des Beginns des Berechnungszeitraums = 25.01.2025
Datum des Endes des Berechnungszeitraums = 25.01.2025
Datum der Berechnung = 27.01.2025-
MERKMALE
Datum des Beginns des Gültigkeitszeitraums = 25.01.2025
Datum des Endes des Gültigkeitszeitraums = 25.01.2025
Arbeitgeberkategorie = 017
Arbeitnehmerkennzahl = 050-
FINANZELEMENT
Art Finanzelement = 1
Code Finanzelement = 0001001000
Betrag = 100 -
FINANZELEMENT
Art Finanzelement = 1
Code Finanzelement = 0002001000
Betrag = 20
Häufigkeit in Monaten der Prämienzahlung = 0
-
FINANZELEMENT
-
MERKMALE
-
BERECHNUNG
-
BEZIEHUNG
-
BEGÜNSTIGTER
Weitere Beispiele sind auf Techlib zu finden.