Ermäßigung Einkommenssteuer und Immobiliensteuervorabzug

Was und für wen?

Die Maßnahme besteht aus einer Ermäßigung des Immobiliensteuervorabzugs und einer Erhöhung des steuerbefreiten Einkommensanteils für Personen mit Behinderung.

Bedingungen?

Zielgruppe der Maßnahme für die Steuer der natürlichen Personen sind Personen, bei denen aufgrund von vor dem 65. Lebensjahr geschehenen und bewiesenen Tatsachen festgestellt worden ist, dass:

  • ihre Erwerbsfähigkeit wegen des körperlichen oder psychischen Zustandes auf ein Drittel oder weniger dessen, was eine Person ohne Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verdienen kann, eingeschränkt ist; oder
  • ihr Gesundheitszustand einen totalen Selbständigkeitsverlust oder eine Einschränkung der Selbständigkeit von wenigstens 9 Punkten mit sich bringt; oder
  • sie nach dem in der Kranken- und Invalidenversicherung vorgesehenen Zeitraum der primären Arbeitsunfähigkeit eine Einschränkung ihrer Erwerbsfähigkeit auf höchstens ein Drittel aufweisen; oder
  • eine Verwaltungs- oder Gerichtsentscheidung bestimmt, dass sie eine bleibende körperliche oder psychische Behinderung oder Arbeitsunfähigkeit von wenigstens 66 % haben.

Zielgruppe der Maßnahme für den Immobiliensteuervorabzug sind Mieter oder Eigentümer, die eine Behinderung aufweisen oder in deren Haushalt eine Person behindert ist.

Wie beantrage ich diese Maßnahmen?

Sind Sie schon als Person mit Behinderung anerkannt?

Dann haben Sie eine allgemeine Bescheinigung „Anerkennung der Behinderung” empfangen. Diese Bescheinigung enthält eine Reihe von Maβnahmen, die Sie dank der Anerkennung Ihrer Behinderung in Anspruch nehmen können. Sie müssen dem zuständigen Dienst selbst keine Bescheinigung übermitteln. 

Sind Sie noch nicht als Person mit Behinderung anerkannt? 

Melden Sie sich mit Ihrer elektronischen Identitätskarte auf myhandicap an. Beantworten Sie die Fragen, die ermitteln sollen, inwiefern Ihre Behinderung Ihre Selbstständigkeit einschränkt.

Was passiert weiter?

Sobald Sie den Fragebogen verschickt haben, erhalten wir eine elektronische Meldung über Ihren Antrag. Damit machen wir uns an die Arbeit. Wir kontaktieren Ihren behandelnden Arzt, um die erforderlichen Informationen zu erbitten. Wir überprüfen, ob Sie die Bedingungen erfüllen. Wenn Sie diese steuerlichen Maßnahmen beanspruchen, übermitteln wir der zuständigen Instanz (dem FÖD Finanzen) die Bescheinigung auf elektronischem Wege. Somit müssen Sie selbst keine Papierbescheinigung mehr übermitteln. 

Brauchen Sie Hilfe?

Wenden Sie sich bitte an Ihre Gemeinde, Ihr ÖSHZ oder ihre Krankenkasse, wo man Sie beim Ausfüllen des Fragebogens begleiten wird. Vergessen Sie nicht ihre Identitätskarte, Ihre Bankkontonummer sowie den Namen Ihres behandelnden Arztes mitzubringen! Auch die Sozialarbeiter der GD Personen mit Behinderung sind immer noch für Sie da.