Beihilfe zur Unterstützung von Betagten

Was und für wen?

Die Beihilfe zur Unterstützung von Betagten (BUB) wird Personen über 65 Jahre mit einer Behinderung gewährt, denen wegen ihrer beeinträchtigten Selbständigkeit zusätzliche Kosten entstehen.

Ab dem 1. Juli 2014 sind die Gemeinschaften bzw. Regionen für die Beihilfe zur Unterstützung von Betagten zuständig. Bis Ende 2016 wurde die BUB allen belgischen Bürgern vom FÖD Soziale Sicherheit gewährt. Seit dem 1. Januar 2017 wird die Zuständigkeit in Bezug auf die Beihilfe zur Unterstützung von Betagten (BUB) für alle Bürger in Flandern auf die Flämische Gemeinschaft übertragen. Künftig werden auch die Deutschsprachige Gemeinschaft und die Wallonische Region die BUB-Akten für die auf ihrem Hoheitsgebiet wohnhaften Bürger bearbeiten. Dafür steht noch kein Zeitplan fest.

Wohnen Sie in Flandern ?

Wie beantrage ich die Beihilfe ?

Ab dem 1. Januar 2017 können die Bürger in Flandern keine Beihilfe zur Unterstützung von Betagten (BUB) bei dem FÖD Soziale Sicherheit mehr beantragen. Dafür können Sie sich fortan an die Pflegekasse Ihrer Krankenkasse oder an die Vlaamse Zorgkas richten.  Obwohl diese Option aus technischen Gründen in der Anwendung My Handicap des FÖD bis Ende Januar noch verfügbar sein wird, dürfen Sie diese nicht wählen.

Nehmen Sie mit Ihrer Pflegekasse Kontakt auf, um den BUB-Antrag einzureichen. Weitere Informationen finden Sie auf : http://www.vlaamsezorgverzekering.be/

Was passiert weiter ?

Vorläufig wird die ärztliche Beurteilung Ihrer Behinderung noch vom FÖD Soziale Sicherheit durchgeführt. Sobald Sie Ihren Antrag bei der Pflegekasse Ihrer Krankenkasse oder bei der Vlaamse Zorgkas eingereicht haben, wird die GD Personen mit Behinderung des FÖD von Ihrem Antrag auf elektronischem Wege  benachrichtigt. Die GD Personen mit Behinderung nimmt dann selbst Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf, um die benötigten Informationen zu erlangen. Wenn diese Informationen zur Beurteilung Ihrer Behinderung unzureichend sind, werden Sie zu einer ärztlichen Untersuchung vorgeladen. Dazu erhalten Sie einen Brief vom FÖD oder von Ihrer Pflegekasse.

Brauchen Sie Hilfe?

Nehmen Sie mit Ihrer Pflegekasse Kontakt auf, damit diese Ihnen bei der Einreichung Ihres Antrags helfen kann. Weitere Informationen finden Sie auf (link naar overzichtspagina) und auf www.vlaamsesocialebescherming.be

Was sollen Sie machen, falls Sie schon eine BUB-Akte haben ? Die Personen, die vom FÖD Soziale Sicherheit eine BUB schon in 2016 bezogen und die in derselben Region weiter wohnen, brauchen keinen Schritt zu unternehmen und beziehen weiterhin die Beihilfe. Nur die Personen, die in eine andere Region umziehen oder die einen neuen Antrag auf BUB einreichen, sollen mit dem FÖD (für Wallonien und die Deutschsprachige Gemeinschaft) oder mit der Pflegekasse (für Flandern) Kontakt aufnehmen. Um eine Übersicht der in Ihrer spezifischen Situation zu unternehmenden Schritte zu bekommen und um zu erfahren, mit wem Sie Kontakt aufnehmen können, surfen Sie auf der Website der GD Personen mit Behinderung.

Befristet oder unbefristet?

Der Arzt kann entscheiden, Ihre Behinderung nur für einen bestimmten Zeitraum anzuerkennen, wenn er der Meinung ist, dass sich Ihre medizinische Situation noch verbessern wird. Dies ist bei Kindern öfters der Fall. Wenn Ihr medizinischer Zustand stabil ist, wird er entscheiden, dass Ihre Behinderung unbefristet anerkannt werden kann. Oft haben Änderungen Ihrer Situation Auswirkungen auf Ihre Beihilfe(n). Daher ist es wichtig, Änderungen rechtzeitig zu melden! Lesen Sie bitte die Rubrik auf der Website Personen mit Behinderung.

Welche Summe bekomme ich?

Das Haushaltseinkommen beeinflusst den Anspruch auf die BUB. Anhand des Simulationstools können Sie selbst einschätzen, auf welche Summe Sie möglicherweise Anspruch haben. Wenn Sie die Gesetzgebung nicht gut genug kennen, ist es jedoch nicht so einfach, die Simulation selbst durchzuführen. Nehmen Sie daher bitte Kontakt mit den Sozialarbeitern Ihrer Stadt, Gemeinde, des ÖSHZ oder der Krankenkasse auf. Sie können Ihnen dabei helfen. Oder nehmen Sie Kontakt mit den Sozialassistenten der GD Personen mit Behinderung auf. Die Beihilfen werden monatlich ausgezahlt. Sie erhalten Ihre erste Beihilfe im Monat, welcher der offiziellen Entscheidung folgt. Wenn die monatliche Beihilfe weniger als 15,11 Euro beträgt und wenn sie mit einer Postscheckanweisung ausgezahlt wird, wird die Beihilfe einmal im Jahr ausgezahlt. Auch In Flandern werden die Beihilfen zur Unterstützung von Betagten vorläufig noch vom FÖD Soziale Sicherheit weiter ausgezahlt.

Wohnen Sie in der Wallonischen Region, in der Deutschsprachigen Gemeinschaft oder in Brüssel? 

In diesem Fall können Sie stets Ihren Antrag bei dem FÖD Soziale Sicherheit über My Handicap einreichen. Falls Sie schon eine vom FÖD geführte BUB-Akte haben, wird letztere weiter aufrechterhalten. Die Auszahlungen werden weiter durchgeführt und Sie brauchen keinen anderen Schritt zu unternehmen.

Bedingungen?

  • Sie müssen mindestens 65 Jahre alt sein. Sie können die Beihilfe ab dem 65. Lebensjahr beantragen.
  • Sie müssen im Bevölkerungsregister eingetragen sein. (Wenn Sie als Ausländer eingetragen sind, kann Ihnen auch eine Beihilfe gewährt werden.)
  • Sie müssen Ihren Wohnsitz in Belgien haben und tatsächlich dort wohnen.
  • Ihre Behinderung muss vom Arzt der GD Personen mit Behinderung anerkannt werden.
  • Sie müssen eine Mindestzahl von 7 Punkten auf der Selbständigkeitsskala haben.

Wie selbständig bin ich?

Um eine Beihilfe beanspruchen zu können, muss Ihre Behinderung zunächst von einem Arzt anerkannt sein. Für die Beihilfe zur Unterstützung von Betagten berücksichtigt er den Einfluss Ihrer Behinderung auf Ihre alltäglichen Aktivitäten (Selbständigkeit). 

Befristet oder unbefristet?

Der Arzt kann entscheiden, Ihre Behinderung nur für einen bestimmten Zeitraum anzuerkennen, wenn er der Meinung ist, dass sich Ihre medizinische Situation noch verbessern wird. Dies ist bei Kindern öfters der Fall. Wenn Ihr medizinischer Zustand stabil ist, wird er entscheiden, dass Ihre Behinderung unbefristet anerkannt werden kann. Oft haben Änderungen Ihrer Situation Auswirkungen auf Ihre Beihilfe(n). Daher ist es wichtig, Änderungen rechtzeitig zu melden! Lesen Sie bitte die Rubrik auf der Website Personen mit Behinderung.

Wie beantrage ich die Beihilfe?

Sie können die Beihilfe zur Unterstützung von Betagten (BUB) frühestens ab Ihrem 65. Geburtstag beantragen. Melden Sie sich mit Ihrer elektronischen Identitätskarte auf myhandicap an. Beantworten Sie die Fragen, die ermitteln sollen, inwiefern Ihre Behinderung Ihre Selbstständigkeit einschränkt.

Was passiert weiter?

Sobald Sie den Fragebogen verschickt haben, erhalten wir eine elektronische Meldung über Ihren Antrag. Damit machen wir uns an die Arbeit. Wir kontaktieren Ihren behandelnden Arzt, um die erforderlichen Informationen zu erbitten. Wir überprüfen, ob Sie die Bedingungen erfüllen. Wir teilen Ihnen unsere Entscheidung per Brief mit.

Brauchen Sie Hilfe?

Wenden Sie sich bitte an Ihre Gemeinde, Ihr ÖSHZ oder ihre Krankenkasse, wo man Sie beim Ausfüllen des Fragebogens begleiten wird. Vergessen Sie nicht ihre Identitätskarte, Ihre Bankkontonummer sowie den Namen Ihres behandelnden Arztes mitzubringen! Auch die Sozialarbeiter der GD Personen mit Behinderung sind immer noch für Sie da.

Welche Summe bekomme ich?

Das Haushaltseinkommen beeinflusst den Anspruch auf die BUB. Anhand des Simulationstools können Sie selbst einschätzen, auf welche Summe Sie möglicherweise Anspruch haben. Wenn Sie die Gesetzgebung nicht gut genug kennen, ist es jedoch nicht so einfach, die Simulation selbst durchzuführen. Nehmen Sie daher bitte Kontakt mit den Sozialarbeitern Ihrer Stadt, Gemeinde, des ÖSHZ oder der Krankenkasse auf. Sie können Ihnen dabei helfen. Oder nehmen Sie Kontakt mit den Sozialassistenten der GD Personen mit Behinderung auf. Die Beihilfen werden monatlich ausgezahlt. Sie erhalten Ihre erste Beihilfe im Monat, welcher der offiziellen Entscheidung folgt. Wenn die monatliche Beihilfe weniger als 15,11 Euro beträgt und wenn sie mit einer Postscheckanweisung ausgezahlt wird, wird die Beihilfe einmal im Jahr ausgezahlt.