Erstattung der Gesundheitspflege im Falle einer Berufskrankheit

Arten von medizinischen Kosten

Um Ihre Berufskrankheit zu behandeln werden Sie wahrscheinlich eine Reihe von medizinischen Kosten tragen: Arztbesuche, Einkauf von Medikamenten beim Apotheker, Termine im Krankenhaus…

Dank der Kranken- und Invalidenpflichtversicherung erstattet Ihre Krankenkasse in allen Fällen einen Teil dieser Kosten. Es bleibt jedoch ein Teil übrig, den Sie normalerweise selber zahlen müssen: die sogenannte Selbstbeteiligung. Wenn Ihre Berufskrankheit durch die Föderalagentur für Berufsrisiken (Fedris) anerkannt wurde, kann diese Einrichtung Ihnen die Selbstbeteiligung erstatten.

Damit Sie von Fedris eine Erstattung erhalten, müssen Ihre medizinischen Kosten:

  • entweder durch die Krankheitsversicherung anerkannt sein, oder
  • auf einer spezifischen Liste mit medizinischen Leistungen für Berufskrankheiten stehen.

Diese Kosten müssen natürlich im Zusammenhang mit der Berufskrankheit, für die Sie anerkannt wurden, stehen. Die Regelung für die Erstattung der medizinischen Kosten ist dieselbe für Arbeitnehmer im Privatsektor und für das Personal der Gemeinden und Provinzen.

Wie bekomme ich eine Erstattung?

Um Recht auf eine Erstattung zu haben, müssen Sie erst von Fedris als Opfer einer Berufskrankheit anerkannt werden. Sobald Sie einen Brief mit der Entscheidung von Fedris erhalten, bekommen Sie auch eine Anzahl unausgefüllte Verschreibungen. Für alle Kosten, die im System der Berufskrankheiten anerkannt sind, brauchen Sie nur Fedris die ausgefüllte Verschreibung zurückzuschicken, um die Erstattung zu erhalten. Brauchen Sie weitere Vorschriften? Nehmen Sie mit Ihrem Aktenverwalter Kontakt auf (sein Name wird in jedem Brief angegeben).

Bestimmte Kosten stehen nur auf einer spezifischen Liste mit medizinischen Leistungen, die mit Berufskrankheiten im Zusammenhang stehen (z.B. bestimmte Impfstoffe, Gammaglobuline, Hörgeräte, orthopädische Apparate, Handschuhe, Prothesen, Verleih von Sanitätsmaterial...). In diesem Fall müssen Sie erst das Antragsformular 511 ausfüllen und das Antragsformular 513 von einem Arzt ausfüllen lassen. Wenn Ihr Antrag einmal gebilligt ist, werden Sie die unausgefüllten Verschreibungen auch für diese Kosten benutzen können.