Selbständige in Schwierigkeiten

Müssen Sie als Selbständiger Ihre Aktivität einige Zeit unterbrechen? Sie können sich 30 Tage lang von einem Ersatzunternehmer vertreten lassen. Dieser übernimmt Ihr Geschäft vollständig während Ihrer Abwesenheit. Der Zeitraum von 30 Tagen kann im Fall von Arbeitsunfähigkeit, Mutterschaftsurlaub, Pflege für ein schwer krankes Kind oder palliative Pflege verlängert werden.

Als Selbständiger bezahlen Sie normalerweise jedes Trimester Sozialbeiträge an Ihren Sozialversicherungsfonds. So gewährleisten Sie weiterhin Ihre Familienbeihilfe, Gesundheitspflege und eine Konkursbeihilfe. Wenn Sie sich in Schwierigkeiten befinden, haben Sie die Möglichkeit, eine Beitragsbefreiung zu beantragen. Sie müssen dann der Kommission für die Befreiung von Sozialbeiträgen nachweisen, dass Sie sich in einer prekären Situation befinden.

Wird die Fortsetzung Ihrer Tätigkeit durch Brand, Zerstörung, Naturkatastrophen oder Allergie unmöglich, können Sie auf die Sozialversicherung im Fall einer gezwungenen Einstellung zurückgreifen. Ihre Sozialbeiträge verleihen Ihnen auch Anspruch auf eine Konkursversicherung. Im Fall eines Konkurses behalten Sie dann, genauso wie bei einer gezwungenen Einstellung, Ihren Anspruch auf Familienbeihilfe und medizinische Versorgung. Darüber hinaus erhalten Sie maximal 12 Monate lang eine monatliche Beihilfe.

Bei einer Umstrukturierung oder einem Konkurs müssen Sie auch die Arbeitnehmer, die Sie kündigen, bei Ihrer Suche nach einem neuen Arbeitsplatz begleiten. Sie können zu diesem Zweck ein Outplacement oder eine Beschäftigungszelle organisieren.